Kniegelenkersatz

Wie kommt es zur Kniegelenks-Arthrose?

Das Kniegelenk wird von Oberschenkel (Femur), Schienbein (Tibia) und Kniescheibe (Patella) gebildet. Die Stabilität des Gelenkes wird durch Kreuz- und Seitenbänder gewährleistet. Die gelenkbildenden Knochen sind mit einer dicken Knorpelschicht bedeckt, die das Gleiten der knöchernen Strukturen ermöglicht. Durch einen Verschleiß (Arthrose) des Kniegelenkes oder als Folge von Unfällen kann es zu einer Zerstörung des Knorpels kommen. Bei fortgeschrittenen Arthrosen mit weitgehender Abnutzung der Knorpelschicht bestehen starke Schmerzen und die Beweglichkeit des Gelenkes ist eingeschränkt. In dieser Situation kann zur Wiedererlangung der Beweglichkeit eine Kniegelenksendoprothese eingesetzt werden.

Ungekoppelte und gekoppelte Kniegelenksendoprothesen

Es stehen verschiedene Prothesenmodelle zur Verfügung:
In den meisten Fällen werden nur die zerstörten Gelenkoberflächen entfernt und durch eine ungekoppelte Prothese aus Stahl oder Titan ersetzt. Dieser Oberflächenersatz kann zementfrei oder mit Knochenzement eingesetzt werden.
Besteht eine fortgeschrittene Gelenkzerstörung mit Lockerung der stabilisierenden Bänder, wird eine gekoppelte Prothese eingesetzt, die wie ein Scharnier funktioniert und die natürliche Gelenkfunktion nachahmt.

Knieprothese

Um die Gabe von Fremdblutkonserven während und nach der Operation zu reduzieren, können geeignete Patienten in unserer Klinik in den Wochen vor der Operation 2 bis 3 Eigenblutkonserven spenden. Diese werden nur für den Spender verwandt.

Wenige Tage nach der Operation können die meisten Patienten das operierte Bein bereits wieder belasten.

Im Anschluss: Rehabilitation

Nach dem etwa 2-wöchigen stationären Aufenthalt in unserer Klinik treten die meisten Patienten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Alternativ kann die Rehabilitation auch unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden.

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