Implantation von Defibrillatoren

Implantierbare Cardioverter Defibrillatoren (ICDs) kommen zum Einsatz beim Vorliegen plötzlich auftretender schneller und lebensbedrohlicher Herzkammerrhythmusstörungen. Diese Aggregate erkennen die lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen automatisch innerhalb weniger Sekunden und geben automatisch einen Stromstoß an das Herz ab durch den die Rhythmusstörung beendet wird.

Die Geräte der neuen Generation verfügen gleichzeitig über einen integrierten Herzschrittmacher, so dass auch langsame Herzrhythmusstörungen mit dem gleichen Gerät behandelt werden können.

Der Arzt kann im Rahmen der Nachsorge den ICD, wie auch den integrierten Schrittmacher, mit Hilfe eines Programmiergerätes abfragen und an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anpassen.

Die Haltbarkeit eines modernen Schrittmachers beträgt je nach Häufigkeit des Einsatzes zwischen 8 und 12 Jahre.
Die Größe der heute verwendeten Geräte beträgt ca 35 ccm, Gewicht ca. 80g.

Implantation
Die Implantation eines ICD Herzschrittmachers findet ohne Vollnarkose statt. Es wird eine örtliche Betäubung durchgeführt. Zum einmessen des Aggregates wird eine Kurznarkose eingeleitet. In der Regel wird der ICD Herzschrittmacher unterhalb des linken Schlüsselbeines eingesetzt.

Implantation von Defibrillatoren